Vielfalt und Abwechslung im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Der Öffentliche Gesundheitsdienst in Brandenburg bietet Ärztinnen und Ärzten eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit. Sie leisten wesentliche Beiträge in der Früherkennung von Krankheiten und gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Die Mediziner arbeiten in den Gesundheitsämtern der Landkreise und kreisfreien Städte in verschiedenen Bereichen und Fachdiensten. Dazu zählen zum Beispiel: Infektionsschutz, Hygiene, Kindergesundheit, der umweltbezogene Gesundheitsschutz, Public Health, Begutachtungen und der Sozialpsychiatrische Dienst.

Die Gesundheitsämter sind multiprofessionell besetzt und arbeiten sowohl im stationären, niedergelassenen oder im Bereich der Rehabilitation mit allen Facharztbereichen zusammen.

Eine ärztliche Tätigkeit im Gesundheitsamt eröffnet neue berufliche Perspektiven und ist mit Familie und Beruf gut vereinbar, da hier in der Regel keine Bereitschaftsdienste anfallen.

Aufgaben der Mediziner in den einzelnen Fachbereichen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes

  • Zu den Aufgaben im Infektionsschutz zählt die hygienische Überwachung u.a. von Krankenhäusern, Arzt- und Zahnarztpraxen, Gemeinschaftseinrichtungen und Einrichtungen der Körper und Schönheitspflege.  Auch die Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten gehören zum Arbeitsgebiet, ebenso wie die Beratung von Menschen, die an einer übertragbaren Krankheit leiden oder dadurch gefährdet sind.

  • Schwerpunkte der Tätigkeit im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst bilden die Untersuchungen von Kindern und Jugendlichen. Das sind Untersuchungen im Vorschulbereich, die Einschulungsuntersuchungen unter Nutzung sozialpädiatrischer Entwicklungsscrennings sowie die Schulabgangsuntersuchungen. Beratungen der Sorgeberechtigten und Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen sind außerdem eine wesentliche Aufgabe. Gemeinsam mit Kindertagesstätten und Schulen werden auch Projekte der Gesundheitsförderung entwickelt. Darüber hinaus werden ärztliche Gutachten z. B. im Bereich der Frühförderung erstellt.

  • Im Zahnärztlichen Dienst  untersuchen die in den Gesundheitsämtern tätigen Zahnmediziner die Kinder und Jugendlichen und betreuen sie in Fragen der Mund- und Zahngesundheit, wie beispielweise bei der zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe. 

  • Im Bereich Umweltbezogener Gesundheitsschutz werden zum Beispiel Trinkwasser und Badegewässer überwacht oder die Einwirkungen aus der Umwelt auf die menschliche Gesundheit beobachtet und bewertet, um Risiken frühzeitig zu erkennen sowie Strategien und konkrete Möglichkeiten zu ihrer Verhütung zu entwickeln.

  • Der Bereich Gesundheitliche Aufklärung und Beratung bietet Hilfebedürftigen Unterstützung an, wenn diese aufgrund ihrer besonderen Situation keinen ausreichenden Zugang zum medizinischen Versorgungssystem finden oder ihr besonderer Hilfebedarf dies erfordern. Auch Schwangerschafts-, Familien- und Sexualberatung oder Ernährungsberatungen werden von hier aus organisiert und durchgeführt.

  • Der Sozialpsychiatrische Dienst  berät und bereut psychisch kranke, seelisch und geistig behinderte sowie abhängigkeitskranke und gefährdete Menschen sowie deren Angehörige.

  • Der Bereich Amtsärztlicher Dienst umfasst u.a. Begutachtungen in Bezug auf Dienstfähigkeit, Eingliederungshilfe, Verbeamtungen, Dienstunfälle,  Kuren oder Verhandlungsfähigkeit.

Weitere Aufgaben der Gesundheitsämter sind die Medizinalaufsicht über die Berufe und Einrichtungen des Gesundheitswesens, die Gesundheitsberichterstattung aber auch die Durchführung beispielsweise von Schutzimpfungen und reisemedizinischen Beratungen.

Weitere Informationen für eine Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst finden sich in der Broschüre „Mitten im Leben“ (www.bvoegd-mitten-im-leben.de).